Filmlizenzen

Neben Unterrichtsmaterialien stellt sich natürlich auch die Frage, woher man den Film bekommt. An dieser Stelle soll zuerst einmal auf die Frage eingegangen werden, warum man für die Vorführung im Klassenraum eine Lizenz braucht. Grundsätzlich gilt: Musik, Filme und Texte sind geistiges Eigentum, das käuflich erworben werden muss. Rein rechtlich sind die Urheberrechte eines Urhebers für seine Lichtbildwerke (Foto-, Film-, Videoaufnahmen u.ä.) in Deutschland im Urheberrechtsgesetz (UrhG) festgelegt. Zu den Verwertungsrechten nach dem Urheberrechtsgesetz gehören Vervielfältigungs-rechte, Verbreitungsrechte, Anpassungsrechte und Veröffentlichungsrechte. Dieses Recht gilt bis mindestens 50 Jahre nach der Erstpublikation des Bildwerks. Das heißt, dass KEIN Film ohne Lizenz im Unterricht einfach gezeigt werden darf. Medien aus dem Internet, wie zum Beispiel Filme von YouTube, sind urheberrechtlich auch geschützt und dürfen nur im Rahmen der jeweiligen Nutzungslizenz verwendet werden. Da die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von YouTube nur das Abspielen per Livestream erlauben, dürfen die Clips nicht gespeichert werden. Im schulischen Umfeld ergeben sich einige Ausnahmen, welche jedoch im Detail an dieser Stelle nicht aufgeführt werden könne. Im Zweifel empfiehlt es sich immer ein Besuch im Kino oder eine Veranstaltung über das Schulkino Dresden. Das komplette „Paket“ – Filmworkshop, Filmsichtung, Filmgespräch – können Sie über Projektangebote des Objektiv e.V. buchen.

Wer trotzdem lieber im Klassenraum einen Film zeigen möchte kann über den Bundesverband Jugend und Film e.V. (BJF) die Lizenzen für die Vorführung käuflich erwerbe.

Des Weiteren gibt es diverse Medienzentralen in Sachsen, in denen man in Kombination mit einer Lehrerlizenz Filme ausleihen kann. In den jeweiligen Einrichtungen kann man gegen eine Jahreslizenz (meist um die 10 Euro) jederzeit Filme ausleihen und diese im Unterricht abspielen. Filme können online oder per Telefon bestellt und auf dem Postweg verschickt werden. Genaueres erfahren sie auf den Seiten der jeweiligen Medienzentralen.

Die sächsischen Medienzentren (Medienpädagogische Zentren, Kreis- und Stadtmedienstellen) sind kommunale Einrichtungen der kreisfreien Städte bzw. der Landkreise. Die Medienzentren sichern die lizenzrechtliche Bereitstellung von Lehr- und Unterrichtsmedien ab, beraten Schulen bei der Auswahl, Beurteilung und Verwendung von Medien, beraten Schulträger und Schulen zu Fragen der medientechnischen Ausstattung und bereiten Projekte und Fortbildungsmaßnahme in den Schulen vor und führen sie durch. Viele weitere interessante Informationen finden Sie zusätzlich auf «MeSax», dem Portal für Bildungsmedien des Kultusministeriums, zur Verfügung.

Des Weiteren gibt es auch Servicestellen wie Matthias-Film gGmbH oder Methode Film. In beide Institutionen können sowohl die jeweiligen Medienzentren als auch direkt Lehrer Lizenzen UND Lehrmaterialien erwerben/bestellen.

Wenn sie zu den jeweiligen Servicestellen Fragen haben, können sie uns jederzeit im Kontaktieren.