Seit 1993 steht das studentische Kino im Kasten (kurz KiK) allen Filmfans offen, die sich in die August-Bebel-Straße verirren. Der Eintritt und die Getränkepreise sind studentenfreundlich. Die Filmauswahl wechselt je nach dem, wer sich gerade ehrenamtlich für das Kino engagiert und je nach dem, welche Filme sich nach einem demokratischen Diskurs gegen die Konkurrenz durchsetzen können. Dadurch entsteht eine gelungene Mischung aus Arthouse, Blockbustern und Klassikern, die in Dresden einzigartig ist.

In den goldenen 90ern wurde das Kino von Medienpädagogen ins Leben gerufen. Heute ist es eher Sammelpunkt für Techniker und Ingenieure. Die robuste, alte Kinotechnik lockt sie in den Kasten. Denn seit der Digitalisierung sieht man kaum noch 35mm-Kinomaschinen - und wenn, dann darf man sie nicht anfassen. Das Kino im Kasten ist seit je her Ausbildungsstätte für Filmvorführer in Dresden. So kommte es, dass viele KiKer ihr Handwerk in der großen Vorführkabine des Hörsaals lernen und Ihre Liebe für Film und Kino anschließend in den anderen Dresdner Programmkinos weiter ausleben.

Von 2012 bis 2014 wurde das Hörsaalgebäude saniert und es wurde etwas ruhiger um das KiK. Einzelne Veranstaltungen fanden in anderen Räumen der TU statt. Es gab ein Open Air am Barkhausenbau und eine filmisch unterstützte Ringvorlesung zum Thema Sport und Gesellschaft. Seit seiner Wiedereröffnung im April 2014 nimmt das KiK aber wieder an Fahrt auf. Innerhalb der Vorlesungszeit veranstaltet das KiK zusammen mit anderen Hochschulgruppen Filmabende mit einführenden Vorträgen, beteiligt sich am studentischen Kultur- und Nachtleben und zeigt eigene Filmreihen.

Das KiK finanziert seine Veranstaltungen aus Eintrittsgeldern und Zuschüssen des Studentenwerks sowie des Studentenrates.